Stadtblatt vom 10.03.2004   
Dr. Anette Trabold, FDP Heidelberg

Närrische Tage? 

Die närrischen Tage sind zwar vorbei - aber man könnte den Eindruck gewinnen, in der Stadtpolitik gehen sie erst richtig los. Da erfährt man als Stadträtin aus der Zeitung (!!) dass die Finanzierung des Kongresszentrums nicht gewährleistet ist, genau das ist leider eingetreten, was wir FDP-Stadträtinnen von Anfang an bei diesem Investorenmodell befürchtet hatten. Es gehörten keine großen hellseherischen Kräfte dazu, das Scheitern dieses Finanzierungsmodells vorauszusehen. Und da erfährt man als Stadträtin wiederum aus der Zeitung (!!), dass dem technischen Vorstand der HSB in der letzten Aufsichtsratssitzung gekündigt wurde. Man reibt sich verwundert die Augen: Kennen wir die Vorwürfe in unterschiedlichen Variationen nicht schon aus der Vergangenheit: Vornehm, Hobbie, und nun Vogt? Anstatt das Unternehmen in der heutigen Wirtschaftslage wettbewerbsfähig zu machen (oder gar in der Vergangenheit einen einzigen Zentimeter Schiene in der Stadt neu gebaut zu haben), verliert man sich mal wieder in Personalquerelen und - welch Wunder - immer ist als unverrückbare Konstante der Geschäftsführer der Heidelberger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (HVV) Klaus Blaesius beteiligt. Schuld soll immer der Vorstand der HSB sein, der gehen muss? 
Schon vor der Einstellung von Dr. Manfred Vogt wollte man im HVV-Konzern den Posten des technischen Vorstandes nicht mehr besetzen oder wenn, dann nur aus dem eigenen Haus. Das ist ja nun gelungen. Dass die Kolleginnen und Kollegen aus dem HSB-Aufsichtsrat, dem die FDP im Gegensatz zur letzten Wahlperiode nicht angehört, dieses seit Jahren praktizierte Spiel nicht durchschauen, nehmen wir FDP-Stadträtinnen mit Verwunderung zur Kenntnis. Aber Oberbürgermeisterin Weber sagte ja auch kürzlich in einem RNZ-Interview, dass die "Befriedung" des Gemeinderates gelungen sei. Wohl war! 
 
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FDP Heidelberg