Bergbahn Heidelberg - Technische Daten

 

Die folgende Zusammenstellung der technischen Daten beider Heidelberger Bergbahnen verdanken wir deren langjährigen Betriebsleiter Betriebsleiter Harald Sporin:

 

 

 

Molkenkurbahn

Kornmarkt-Schloß-Molkenkur I

 

Königstuhlbahn

Molkenkur II - Königstuhl

 

Streckenlänge

schräg

489 m

1020 m

waagerecht

454,6 m

974,5 m

 

Höhenunterschied

172,9 m

260,5 m

Unterschied Molkenkur I nach Molkenkur II

3,2 m

Höhenunterschied gesamt

436,6m

 

4 Tunnelstücke in der unteren Hälfte der unteren Bahn:

 

Tunnel 1 (Kornmarkt)

Breite

Höhe

Länge

4,90 m

4,85 m

40,25 m

Tunnel 2 (Haupttunnel)

Breite

Höhe

Länge

5,63 m

4,03 m

111,44 m

Tunnel 3 (Schloßberg)

Breite

Höhe

Länge

5,57 m

5,20 m

17,19 m 

Tunnel 4 (Straßenüberf.)

Breite

Höhe

Länge

7,24 m

4,45 m

23,91 m

 

Steigung absolut

25-43 %

22-41 %

Mittelwert

37,6 %

29,7 %

 

Meereshöhen

Station    Kornmarkt

113,2 m

 

Station         Schloß

192,0 m

Station  Molkenkur I

286,1 m

Station Molkenkur II

 

289,3 m

Station    Königstuhl

549,8 m

 

Fahrgeschwindigkeit

bis 4 m/s

bis 2 m/s

 

Gleise

Keilkopfschienen 27

 

Spurweite

1000 mm

 

Antrieb

Gleichstrom-Hauptmotor mit Thyristor-Umformer 172 kW / 420 V

Gleichstrom-Nebenschluß-Motor mit Fahrschalter-Verstellung 58 kW / 600 V

 

Transformator

Nennspannung   primär

Nennspannung   sekundär

Nennstrom         primär

Nennstrom         sekundär

Nennleistung

20000 V

20000 V

400 V

465 V

9,09 A

2,89 A

455 A

124 A

315 kVA

100 kVA

 

Gleichrichter

Nennspannung

4-Quadrantensteller. Umkehrstromrichter mit gegenparallel geschalteten Drehstrombrücken. System gewährt ein stufenloses Anfahren und Anhalten bei jedem Belastungszustand

600 V

Nennstrom

190 A

 

Signalübertragung

magnetinduktive Übertragung über Linienleiter

elektrisch über Oberleitung

 

Steuerung

automatisch, elektronisch

Handsteuerung über Fahrschalter

 

Betriebsbremse

2 Zangenbremsen auf Bremsscheibe zwischen Motor und Getriebe wirkend. Bremskraft durch Tellerfedern mit hydraulischer Öffnung, geregelt in Abhängigkeit vom Lastfall

Bremsbacken (Klötze) auf Bremsrad auf der Getriebezwischenwelle. Regelung durch Maschinist mittels Bremsrad im Maschinenstand, mechanische Übertragung

 

Sicherheitsbremse

Zangenbremse auf das große Treibrad im Maschinenhaus wirkend. Bremskraft durch Tellerfedern mit hydraulischer Öffnung, Ungeregelte Bremskraft

Bremsbacken auf ein weiteres Bremsrad auf der Getriebezwischenwelle. Bremskraft rein physikalisch durch ein Gewicht. Ungeregelte konstante Bremskraft

 

Fahrzeugbremsen

Bremszangen der Fahrzeuge legen sich am Schienenkopf an: rein mechanische Auslösung, rein mechanische Zustellung.

Bremsweg

ca. 0,5 m

 

Wagendaten

Länge

Breite

Höhe (ohne Bügel)

14,750 m (Doppelwagen)

7,90 m

2,200 m

2,35 m

3,000 m

3,20 m

 

Leergewicht

zulässiges Gesamtgewicht

11000 kg (Doppelwagen)

7500 kg

18500 kg (Doppelwagen)

11000 kg

 

Fassungsvermögen je Wageneinheit

Sitzplätze

Stehplätze

100 Personen

50 Personen

25 (Stand 2002)

30

75 (Stand 2002)

20

Fahrgastabteile

Begleiterabteile

6

4

2

2

 

Seile (Stand 2002)

aus 114 verzinkten Stahl-Einzeldrähten, in 6 Litzen gewickelt, mit Stahlseele

aus 114 verzinkten Stahl-Einzeldrähten, in 6 Litzen gewickelt, kompaktiert (verdichtet), mit Kunststoffseele

Seildurchmesser

45 mm

30 mm

 

Anzahl der Seilrollen

gerade Rollen

schräge Rollen

Walzen

Rutschhölzer

37

94

54

98

7

1

10

1

 

Treibraddurchmesser

3,85 m (mit Becorit-Futter)

3,53 m (ohne Futter)

 

Anzahl der Brücken-, Tunnel-, oder Stützmauer-Bauwerke

12

2

 

Fahrzeit

ca. 4 Minuten zuzüglich ein Zwischenhalt am Schloß

ca. 9 Minuten

 

Inbetriebnahme

30. März 1890

als Wasserbalastbahn

1. Juni 1907

mit der heutigen Technik

1907

Umbau auf elektrischen Antrieb

 

1962

großer Umbau mit neuen Wagen

1997

Umbau, neue elektrische / elektronische Steuerung mit Antrieb und stationären Bremsen